Haben Sie sich jemals vorgestellt, einen Flug nach Bangkok zu buchen und einen kostenlosen Inlandsflug zu bekommen? Genau das bietet Thailand seinen internationalen Besuchern im Rahmen einer beispiellosen Tourismuskampagne, die darauf abzielt, den Sektor wiederzubeleben und wieder Millionen von Touristen anzulocken.
Details zur neuen Tourismusinitiative
Die thailändischen Behörden planen, 200 Freitickets an ankommende Flugreisende zu verteilen, damit diese ohne zusätzliche Kosten innerhalb des Landes reisen können. Die Initiative mit dem Titel „Internationale Flüge kaufen, Inlandsflüge gratis erhalten“ läuft nach der offiziellen Genehmigung durch das Kabinett drei Monate (von September bis November).
Staatliche Unterstützung und Konjunkturimpulse
Die Regierung übernimmt die Kosten von bis zu 1,750 Thai Baht (ca. 40 Euro) für einen Einzelflug bzw. 3,500 Baht (80 Euro) für einen Hin- und Rückflug. Freigepäck ist bis zu 20 Kilogramm erlaubt. Die Maßnahme dürfte Einnahmen von über 200 Millionen Euro generieren, bei einem Staatshaushalt von 16 Millionen Euro.
Ermutigung, neue Ziele zu entdecken
Ziel der Kampagne ist nicht nur, die Besucherzahlen zu erhöhen, sondern den Besuchern auch Orte jenseits von Bangkok, Phuket und Chiang Mai näherzubringen, beispielsweise weniger bekannte Provinzen mit historischen Tempeln, lokalen Märkten und unberührten Inseln.
Sechs thailändische Fluggesellschaften haben ihre Teilnahme an der Initiative angekündigt, darunter Thai Airways, Thai AirAsia, Bangkok Airways und VietJet.
Herausforderungen für den thailändischen Tourismus
Trotz dieser Bemühungen steht der Tourismussektor weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Seit Jahresbeginn verzeichnete das Land lediglich rund 20.8 Millionen Besucher, ein Rückgang von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und weniger als das angekündigte Ziel von 33 Millionen Touristen. Mehrere Sicherheitsvorfälle in jüngster Zeit haben Thailands Image als sicheres Reiseziel zusätzlich getrübt.
Zusätzliche Maßnahmen zur Anziehung von Touristen
Neben dieser Initiative hat die Regierung weitere Maßnahmen ergriffen, wie etwa die Stundung von Eintrittsgebühren, die Erleichterung der Visaerteilung für chinesische Touristen und die Ausstellung spezieller Visa für digitale Arbeitskräfte. Sie hat sogar die umstrittene Idee ins Spiel gebracht, Casinos als zusätzliche Attraktion zu errichten.


















